Die Maßnahmen


Eco-Silos:
Als erste Hilfsmaßnahme ist der Bau von sogenannten Eco-Silos geplant. Der anfallende Hausmüll kann als Energieträger (Kompost) für die Hausgärten genutzt werden. Die sanitäre Situation des Dorfes würde sich sofort verbessern und bereits nach sechs Monaten könnte der erste Humus zur Begrünung der Wüstenflächen genutzt werden.
Ein idealer Start zur Verbesserung der Situation.

Vetivergras:
Das tiefwurzelnde (bis zu 3 Meter) Vetivergras wird immer mehr für Erosionsschutzmassnahmen eingesetzt. Es stellt keine hohen Ansprüche an die Böden und kann Monate ohne Beregung auskommen.
Die bis über zwei Meter hohe Gräser (Blätter) können als Viehfutter, zum Mulchen, als Bastmaterial und zum Häuser abdecken verwendet werden.
Ebenso hat es die Fähigkeit ständig im Wasser zu stehen. Mit ausgezeichneten Resultaten wurde das Vetivergras in Pflanzenkläranlagen getestet und könnte hier vor Ort zum Einsatz kommen.

Windhecken:
Wichtig für das Dorf Nueva Ayacucho ist darüber hinaus das Pflanzen von Windhecken, welche die Sandböen abpuffern. Geeignete Wind- und Erosionschutzpflanzen, die nur wenig Bewässerung benötigen, können bereits nach einer Wachstumsperiode von zwei Monaten eine Verminderung der Winderosion bezwecken. Nach sechs Monaten können die Pflanzen außerdem beschnitten und als Viehfutter genutzt werden. Sie dienen darüber hinaus zur Reinigung des Wassers, das für die Beregnung der Gemüsegärten eingesetzt werden soll.

Trockentoiletten:
Ein weitere Verbesserung für die Lebenssituation der Menschen ist mittelfristig die Anschaffung von Trockentoiletten in der Schule und im Dorf.